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neues Räderhotel

Praktisch, preiswert, Swiss made: Wir setzen bei der Räderlagerung auf das Regalsystem von Irega



Quelle AUTO&Wirtschaft/Mario Borri

Roland Gloor, Inhaber der VW Garage Gloor AG in Gontenschwil (AG), schlägt mit seinem Werkstattneubau zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen erhöhen die zusätzlichen Arbeitsplätze die Produktivität, zum anderen spült das clevere Räderlager mehr Geld die Kasse.
Gontenschwil ist ein beschauliches Dorf, das im Wynental, im südlichen Aargau an der Grenze zu Luzern liegt. Für die Mobilität der rund 2200 Bewohner sorgt seit den 1930er-Jahren die Garage Gloor. Zuerst mit dem Verkauf und der Reparatur von Fahrrädern, Mofas und Rollern. «Als mein Vater das Geschäft in den 1950ern von seinem Vater übernahm, startete er mit vier Rädern. Die erste Automarke war DKW, die später zu Audi wurde. Seit 1974 sind wir offizieller VW-Partner», erzählt Roland Gloor, seit 1982 im Familienbetrieb tätig und seit 1996 dessen Geschäftsführer in dritter Generation.


Zusätzliche Einnahmequellen gefragt
Mit den Fahrzeugen wuchs auch der Platzbedarf kontinuierlich. Um mehr Raum für die Neufahrzeuge zu schaffen, liess Gloor im Jahr 2000 einen neuen Showroom erstellen. Dieser wurde 2007 nochmals vergrössert. Wie alle anderen Schweizer Garagisten hatte aber auch die Gloor AG je länger je mehr mit den sinkenden Margen im Neuwagenhandel zu kämpfen. Roland Gloor: «Meinem Geschäftspartner Raphael Romano und mir war klar, dass wir zusätzliche Einnahmequellen generieren mussten. So beschlossen wir, die Werkstattkapazität zu erhöhen und gleichzeitig das Lagervolumen für Kunden-Räder zu vergrössern.»
Das Resultat ist ein neues Werkstattgebäude mit zwei topmodernen Arbeitsplätzen und ein Untergeschoss-Räderlager mit Platz für 800 Kunden-Räder. Seit vergangenem Oktober ist der Neubau in Betrieb. Dank den beiden Hebebühnen mit 5,5 Tonnen Nutzlast kann nun auch an Wohnmobilen gearbeitet werden. «Das hat uns schon zahlreiche neue Kunden beschert. Und auch das neue Räderhotel zahlt sich bereits aus, es ist schon mehr als halb voll», freut sich Roland Gloor.


Rädereinlagern nicht Pneuhäusern überlassen
Dass man mit dem Einlagern von Kunden-Rädern Geld verdienen kann, ist noch nicht vielen Schweizer Garagisten bewusst. Auch Gloor und Romano waren nicht von Anfang an überzeugt. Roland Gloor: «Erst als wir nachgerechnet haben, fiel es uns wie Schuppen von den Augen: 800 zusätzliche Kunden-Räder sind 200 zusätzliche Radsätze. 200 Radsätze mehr bedeuten 200 neue Kunden, die zweimal pro Jahr zum Räderwechsel in die Garage kommen und denen man Services, Dienstleistungen und Produkte anbieten kann. Dieses Geschäft sollten wir Garagisten wirklich nicht einfach den Pneuhäusern überlassen.»


Per Zufall zum perfekten Räderhotel
Doch Räderlager ist nicht gleich Räderlager. Hätte man den Keller des neuen Werkstattanbaus mit gewöhnlichen Gestellen ausgestattet, hätten niemals 800 Räder Platz gefunden. Das schafft nur das patentierte Regalsystem von der Irega AG. Dass Roland Gloor auf die Räderlagerspezialisten aus Zuchwil (SO) stiess, war allerdings reiner Zufall: «Wir benötigten ein neues Gestell für die Boxen mit den vorkonditionierten Ersatzteilen. Ich schickte einen Mitarbeiter zum nächsten Baumarkt und dieser brachte ein Gestell mit. Nicht irgendeines, sondern ein echtes Top-Gestell. Es war stabil, einfach zusammenzubauen, vielfältig erweiterbar, nicht teuer und in der Schweiz hergestellt. Ich dachte mir, so etwas könnten wir auch für unser Räderlager gebrauchen. Also suchte ich auf dem Etikett den Hersteller, das war die Irega AG.»



Bild 3
Der neue Anbau mit zwei Arbeitsplätzen und unterirdischem Reifenlager.





Der Chef persönlich besuchte die Baustelle
Roland Gloor schrieb also ein Mail nach Zuchwil und erhielt eine schnelle Antwort. Und zwar vom Chef persönlich – von Gottfried Scholz, dem Gründer der Scholz Regalsysteme GmbH mit Sitz in Hofheim am Taunus (bei Frankfurt) und deren Schweizer Tochtergesellschaft Irega AG. Doch nicht nur das: «Eines Tages fuhr ein Mercedes mit deutschem Kennzeichen auf den Bauplatz. Gottfried Scholz kam extra aus der Firmenzentrale in Deutschland in die Schweiz, um sich mein Projekt anzuschauen. Wir stapften gemeinsam in Gummistiefeln über die schlammige Baustelle und besprachen, was zu tun ist. So gab er mir den Tipp, den geplanten Kellerraum etwas höher zu gestalten, damit noch ein Regal mehr Platz hat. Zum Glück war die Decke noch nicht betoniert, so konnten wir die Höhe noch ändern.»


Kinderleichtes Ein- und Auslagern der Räder
So lagern die Räder im von der Irega patentierten Regalsystem auf drei Etagen, vier Räder hintereinander. Das spart nicht nur Platz, sondern erleichtert die Bedienung. Die Räder können über verstärkte Abrollböden in den Regalen leicht hinein und wieder heraus gerollt werden – mit eigens entwickelten Teleskopstangen. Die Führungsstreben zwischen den Sätzen, die die Räder vor dem Umfallen schützen, machen den Vorgang zum Kinderspiel. «Da diese Streben mit Kunststoff ummantelt sind, werden die Felgen nicht beschädigt», erklärt Roland Gloor.
Die Räder fahren bei der Gloor AG mit dem Lift in den Keller. Dort können sie mit dem ebenfalls patentierten Regelbediengerät «Gorilla» einfach ein- und ausgelagert werden. Das funktioniert auch in den oberen Regalfächern ganz ohne mühsames Schleppen und Heben.


Dank Markierungen herrscht Ordnung
Für Ordnung im Räderhotel der Garage Gloor AG sorgt das patentierte Rad-Mark Ordnungssystem mit YeSiReB-Farbsystem. Dabei bringt man die farbigen Fachnummern an den Regalen und die entsprechenden Laufflächenschilder an den Rädern an. So weiss man über jeden Radsatz Bescheid. Beim Räderwechsel im Frühling und im Herbst werden nur die Schilder umgehängt. Raphael Romano: «Ist nur ein Satz eingelagert und wird dieser ausgelagert, wandern die Schilder in den Rad-Mark Depot Schilderwagen.»



Bild 1
Roland Gloor (r.), Inhaber der Garage Gloor AG, mit Irega-Verkaufsleiter Luis Martinez im neuen Reifenlager.


Bild 6
Mit diesem Lift fahren die Räder ins Räderlager.